Henning Leuschner

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Sid Vicious

1,40m x 1,40m /2026.

For sale

Title: "My way"

In diesem Werk, komponiert aus 2630 Kronkorken, wird genau dieses Weggeworfene zu etwas Unerwartetem: zu einem rebellischen Bild von Sid Vicious, der ikonischen Figur der Punkbewegung und Bassist der Sex Pistols. Das Porträt gewinnt zusätzlich an Tiefe durch die Figur, die es darstellt: Sid Vicious war weniger ein virtuoser Musiker als vielmehr eine lebende Ikone der Punkhaltung. Als Bassist der Sex Pistols verkörperte er die rohe, kompromisslose Energie einer Bewegung, die bewusst gegen musikalische Perfektion und gesellschaftliche Konventionen rebellierte. Seine Erscheinung – blasses Gesicht, dunkle Augen, ein Ausdruck irgendwo zwischen Gleichgültigkeit und Provokation – wurde zu einem Symbol des späten 1970er-Punks. Gerade in Verbindung mit der Farbgestaltung aus Kronkorken erhält diese Ikone eine neue visuelle Sprache. Die metallischen Rot-, Schwarz- und Silbertöne – typische Farben vieler Kronkorken – erinnern beinahe unweigerlich an die aggressive Bildsprache des Punk: Rot als Farbe von Wut, Energie und Provokation; Schwarz als Ausdruck von Nihilismus und düsterer Attitüde; Silber als kalter, industrieller Glanz, der an Großstadt, Nachtleben und Lärm denken lässt.

In dieser Kombination wirkt das Porträt fast wie ein visuelles Echo der Musik, für die Sid Vicious stand: laut, kantig und direkt. Die Kronkorken werden dabei zu kleinen Farbpixeln einer rebellischen Ikonografie. Aus der Nähe wirken sie roh und fragmentiert – fast wie ein zerstörtes Poster an einer Hauswand. Doch aus der Distanz verschmelzen sie zu einem klaren Gesicht, das sofort wiedererkennbar ist. So entsteht eine interessante Parallele zwischen Material, Farbe und Persönlichkeit: Die scheinbar zufälligen Farben der gesammelten Kronkorken spiegeln die Unberechenbarkeit und Wildheit wider, die Sid Vicious zu einer Legende der Punkkultur machten. Gleichzeitig zeigt das Werk, dass selbst aus Chaos – aus verstreuten Metallstücken und widersprüchlichen Farben – ein ikonisches Bild entstehen kann.

Gerade dieses Material verleiht dem Porträt eine besondere Ironie. Kronkorken stehen für Konsum, für Wegwerfprodukte, für die kleinen Reste einer Nacht. Punk dagegen war immer eine Kultur des Selbstmachens, des Improvisierten und des Widerstands gegen Perfektion. Das Werk scheint diese Haltung bewusst aufzugreifen: Statt edler Materialien nutzt es das Banale, das Übersehene – und erhebt es zur Bildsprache. Die Zahl 2630 ist dabei nicht nur eine technische Angabe, sondern ein Teil der Dramaturgie des Werks. Sie verweist auf Geduld, Sammeln und Wiederverwertung – ein fast meditativer Prozess, der im Kontrast zur explosiven, nihilistischen Energie steht, mit der Sid Vicious oft verbunden wird. Diese Spannung macht den Reiz der Arbeit aus: Ordnung und Chaos, Handwerk und Punk-Attitüde, Sammelleidenschaft und Zerstörung. So wird aus tausenden kleinen, scheinbar wertlosen Objekten ein Bild, das mehr ist als ein Porträt. Es ist ein Kommentar über Popkultur, Vergänglichkeit und Rebellion.

Ein monumentales Werk, das die Distanz zwischen Hochkultur und Kneipenkultur meisterhaft überbrückt. Es ist ein "PUNK"-Porträt im wahrsten Sinne des Wortes.

Das Werk hat ein Gewicht von ca. 12,3 Kilo und zum Anbringen angebrachte Aufhangschienen oberen Bereich des Bildes (rückseitig). Das Kunstwerk ist nicht gerahmt, kann aber direkt aufgehangen werden.

Sid Vicious

Musician

Project information

  • Category Musician
  • Title "My way"
  • Material Alu Dibond white 3mm
  • Project date 2026
  • Price 3200 Euro
  • Project URL www.kronkorkenkunst.de
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